SCHIELOPERATION

Bei einer Schieloperation werden die äusseren Augenmuskeln verlegt oder verkürzt und so die Augenstellung beeinflusst.

WAS WIRD OPERIERT?

Beim Schielen sind nicht beide Augen exakt auf den gleichen Punkt gerichtet, dass heisst es entsteht ein so genannter Schielwinkel. Ziel der Schieloperation ist, diesen Schielwinkel chirurgisch zu korrigieren und die Augenachsen wieder parallel auszurichten.

Dabei werden zu stark oder zu schwach ziehende Augenmuskeln vom Augapfel getrennt und an der richtigen Position wieder angenäht. Das Auge wird hierbei nicht herausgenommen oder aufgeschnitten, es ist lediglich notwendig die rasch heilende Bindehaut des Auges zu eröffnen, um an die Muskeln zu gelangen.

Bei Kindern erfolgt diese Operation in Vollnarkose, bei Erwachsenen ist manchmal eine örtliche Betäubung ausreichend.

PROBLEME UND RISIKEN DER SCHIELOPERATION

In den ersten Tagen nach der Operation können Augenbewegungen Schmerzen verursachen, welche in der Regel gut mit Schmerztabletten behandelt werden können.

Häufig sind auch Kratzen und Fremdkörpergefühl als Folge der zum Wundverschluss notwendigen, feinen Nähte.
Seltene Probleme sind Blutungen oder lokale Infektionen.
In sehr seltenen Fällen kann eine Verletzung der Augenwand während der Operation zu Blutungen im Bereich der Netzhaut oder gar einer Netzhautablösung führen

NACHBEHANDLUNG

Bei der Behandlung des Schielens ist die Schieloperation nur Teil eines gesamten Behandlungskonzeptes.
Das Tragen einer Brillenkorrektur ist nach einer Schieloperation weiterhin notwendig.

Manchmal ändert sich die Augenstellung mit der Zeit wieder, was eine zweite Operation bedingen kann.